Mehr als sieben Jahrzehnte Fototradition
Helmut Stege ist der Begründer des Fotoladens, den Sie heute in der
Bockstra&zslig;e 1 finden. 1928 eröffnete der Quedlinburger Fotograf sein erstes
Fotostudio im Stieg 28. Sein Werbespruch lautete damals "direkt vor der
Hölle". Die Werbung orientierte sich natürlich nicht an der Qualität der
Bilder, die Stege machte, sondern an der Lage: Dem kleinen Straßeneck in
Quedlinburg, Hölle genannt.
Erst zehn Jahre später, 1938, übernahm Helmut Stege das kleine Ladenlokal
in der Bockstraße, in dem Sie auch heute noch Fotomaterial einkaufen oder
Bilder machen lassen können. Der Quedlinburger Uhrenhändler Georg Malchert
überließ dem Fotografen damals die Geschäftsräume in guter Lage, nicht weit
entfernt vom Markt. Stege machte sich einen Namen als erster Leica-Händler
der Region, der zudem ein eigenes Fotostudio im Obergeschoss des Ladens
betrieb.
Wer etwas auf sich hielt, ließ sich bei Foto Stege ablichten. Die Geschäfte
gingen so gut, dass er Mitte der 1950er Jahre ein zweites Ladenlokal im
gleichen Haus erwarb und seine beiden Läden zu einem modernen Fotohandel
mit Fotostudio und Schwarz-Weiss-Labor in getrennten Räumen umbaute. Kunden,
die sich porträtieren lassen wollten, hatten nun genügend Privatsphäre, um sich
unbehelligt von Kunden, die ihre Fotos abholen wollten, auf die
Fotositzung einzulassen. Schwarz-Weiss-Bilder entwickelten Helmut Stege und
seine Angestellten selbst.
Einer der Angestellten war Georg Duve, der spätere Besitzer des
Fotogeschäfts. Er lernte bei Helmut Stege und legte 1962 seine
Meisterprüfung ab. 1979 übernahm Duve das Fotostudio von seinem damaligen
Ausbilder und Vorgesetzten und führte es durch die Jahre der DDR und die
unbeständige Zeit der politischen Wende. Um auch in neuen Zeiten bestehen
zu können, investierte Georg Duve 1991 Zeit und Geld in den Umbau seines
Fotogeschäfts. Der Handel mit Fotoutensilien wurde integriert in den
RINGFOTO-Verbund. Das Fotostudio zu einem Color-Art-Studio aufgerüstet.
2005 übernahmen, ganz der Tradition folgend, die langjährigen
Mitarbeiterinnen und Fotografinnen Helga Nehring und Melanie Meder das
Geschäft von ihrem ehemaligen Vorgesetzten.