Bockstr. 1 - 06484 Quedlinburg
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Mehr als sieben Jahrzehnte Fototradition

Helmut Stege ist der Begründer des Fotoladens, den Sie heute in der Bockstra&zslig;e 1 finden. 1928 eröffnete der Quedlinburger Fotograf sein erstes Fotostudio im Stieg 28. Sein Werbespruch lautete damals "direkt vor der Hölle". Die Werbung orientierte sich natürlich nicht an der Qualität der Bilder, die Stege machte, sondern an der Lage: Dem kleinen Straßeneck in Quedlinburg, Hölle genannt.
Erst zehn Jahre später, 1938, übernahm Helmut Stege das kleine Ladenlokal in der Bockstraße, in dem Sie auch heute noch Fotomaterial einkaufen oder Bilder machen lassen können. Der Quedlinburger Uhrenhändler Georg Malchert überließ dem Fotografen damals die Geschäftsräume in guter Lage, nicht weit entfernt vom Markt. Stege machte sich einen Namen als erster Leica-Händler der Region, der zudem ein eigenes Fotostudio im Obergeschoss des Ladens betrieb.
Wer etwas auf sich hielt, ließ sich bei Foto Stege ablichten. Die Geschäfte gingen so gut, dass er Mitte der 1950er Jahre ein zweites Ladenlokal im gleichen Haus erwarb und seine beiden Läden zu einem modernen Fotohandel mit Fotostudio und Schwarz-Weiss-Labor in getrennten Räumen umbaute. Kunden, die sich porträtieren lassen wollten, hatten nun genügend Privatsphäre, um sich unbehelligt von Kunden, die ihre Fotos abholen wollten, auf die Fotositzung einzulassen. Schwarz-Weiss-Bilder entwickelten Helmut Stege und seine Angestellten selbst.
Einer der Angestellten war Georg Duve, der spätere Besitzer des Fotogeschäfts. Er lernte bei Helmut Stege und legte 1962 seine Meisterprüfung ab. 1979 übernahm Duve das Fotostudio von seinem damaligen Ausbilder und Vorgesetzten und führte es durch die Jahre der DDR und die unbeständige Zeit der politischen Wende. Um auch in neuen Zeiten bestehen zu können, investierte Georg Duve 1991 Zeit und Geld in den Umbau seines Fotogeschäfts. Der Handel mit Fotoutensilien wurde integriert in den RINGFOTO-Verbund. Das Fotostudio zu einem Color-Art-Studio aufgerüstet. 2005 übernahmen, ganz der Tradition folgend, die langjährigen Mitarbeiterinnen und Fotografinnen Helga Nehring und Melanie Meder das Geschäft von ihrem ehemaligen Vorgesetzten.